Mein Weg in die wundervolle Welt der Wildpflanzen

Mein erster Berufswunsch war Sektretärin von meinem Papa. Ja, wirklich!
Er hatte so tolle Stempel auf seinem Schreibtisch. Immer, wenn meine Schwester und ich ihn in seinem Büro besuchten, durften wir sie nach Lust und Laune verwenden und Bücherei spielen. Letztendlich habe ich diesen Berufswunsch dann aber doch verworfen, zum Glück für mich - und für meinen Papa.

„Ich bin leicht zu unterhalten aber schwer zu begeistern."

Dann wollte ich relativ lange Tierärztin werden. Die Tierliebe ist zwar geblieben, den Beruf wollte ich schlussendlich aber doch nicht ergreifen.

Im Zuge eines Praktikums in einer Tierklinik habe ich erkannt, dass meine Zukunft nicht im Wegoperieren von Tumoren bei Laborratten oder im Kastrieren von Hunden liegt - oder im Einschläfern der geliebten Haustiere, die nicht selten auf dem Boden des Warteraums mutterseelenaleine ihren letzten Atemzug tun mussten.

Es gab natürlich auch sehr viele schöne Situationen aber es war eben trotzdem nicht meins.

Lebenslanges Lernen

Es gibt so Momente im Leben, die passieren einfach.

Im Nachhinein kann man sich nicht erinnern, ob es einen Auslöser gab oder wie es dazu gekommen ist. Es sollte eben so sein.

So war es bei mir auch. Ich weiß nur, dass mir das eine oder andere Kräuterbuch in die Hände gefallen ist und mich die Begeisterung für die Pflanzen gepackt hat. Als es dann um die Entscheidung ging, welches Studium es denn werden sollte, war ich zuerst ziemlich ratlos. Und dann kam er, der Moment: Ziemlich unspektakulär, wie ich im Nachhinein finde. Ich glaube, ich bin vor dem Computer gesessen und hab Google durchsucht. (Ja, das gab es damals schon.)

Und auf einmal wusste ich es: Ich studiere Botanik.

Wie es danch weitergehen sollte, war mir in dem Moment noch nicht klar - aber auch relativ egal. Zumal ich von allen Seiten hörte, dass man als Botanikerin eh keinen Job findet, wollte ich mir darüber sowieso jetzt noch keine Gedanken machen. Offenbar war es eine Herzensentscheidung, wie es so schön heißt.

Es würde sich dann, wenn es soweit war, schon alles fügen.

In der Realität angekommen

Nun ja, tat es nicht.

Die Studienzeit war wahnsinnig toll und ich möchte sie auf keinen Fall missen. Eines lernten meine Mitstudent*innen und ich auf der Uni allerdings nicht: In der realen Welt überleben.

Das ist natürlich etwas überspitzt ausgedrückt. In der Tat waren wir wie in einer Blase, in der es vor allem um Grundlagenforschung und selten ums Geld verdienen ging. Praxisorientierung war für viele Professor*innen ein Fremdwort - vielleicht, weil es für unser Studium sowieso kein richtiges Jobprofil gab (wie z.B. Anwalt, Arzt, Journalist).

Schlussendlich traf mich dasselbe Schicksal wie die meisten Biologen: Ich fand keinen Job.

„So lange, bis es mich krank macht."

Unzählige Studentenjobs später (Mein Highlight war ein M&M-Kostüm, in dem ich einer verkleideten Polizistin davon laufen musste. Frag nicht...) war ich so verzweifelt, dass ich eine Lehre in einer Apotheke begann. Obwohl ich schon vorher wusste, dass ich dort komplett fehl am Platz war, hielt ich ein ganzes halbes Jahr durch - und wurde dann krank. Als ich wieder gesund war, kündigte ich.

Wie so oft in meinem Leben hat mich mein Körper vor mir selbst gerettet.

„Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um angenehm für andere zu sein."

Manche schmerzhaften Erfahrungen sind zugleich höchst heilsam, so paradox das auch ist.

Trotzdem oder wahrscheinlich genau deshalb möchte ich sie auch nicht missen. Zwei wichtige Dinge hab ich während meiner Zeit in der Apotheke jedenfalls gelernt:

  1. Ich möchte nicht sein wie alle anderen. Versuchte ich davor doch lange Zeit alles Mögliche, einen 40-Stunden-Job zu ergattern und ein "geregeltes" Leben zu führen, weiß ich jetzt, dass es „normal" bei mir nie geben wird. Und das ist gut so!
  2. Wer gesund alt werden möchte, muss sich selber darum kümmern. Punkt. Ich habe einfach zu viele Medikamenten-Schachteln stapelweise über den Tresen wandern gesehen und so lange ich es verhindern kann, will ich nicht Teil dieser Industrie sein. (Versteh mich bitte nicht falsch: Ich bin froh, dass es die Schulmedizin gibt. Allerdings bin ich nicht damit einverstanden, die Verantwortung für die eigene Gesundheit auf Ärzt*in oder Apotheker*in abzuschieben.)

Einen großen Nachteil hatten meine Exkurse in die Brot-Job-Arbeitswelt allerdings: Ich entfernte mich immer mehr von der Natur. Das musste sich ändern.

„Use it or loose it"

Geholfen hat mir damals auf jeden Fall meine Fortbildung in TEM (Traditionelle Europäische Medizin). Neben der Rückbesinnung auf die Heilkräfte der Natur, begann bei mir auch ein Prozess der Selbstfindung. Und ich entdeckte meine Leidenschaft für die Wildpflanzen neu.

Allerdings hieß es dann auch, vieles wieder neu lernen zu müssen. Mein Studium war schließlich schon einige Jahre her und ich hatte zahlreiche Dinge schon vergessen. Zum wiederholten Male beschäftigte mich ein Problem, das ich bereits zu Studienzeiten hatte: Ich kannte viele Pflanzen aber 100%ig sicher war ich mir oft nicht.

Je mehr ich wusste, desto verwirrter war ich: Es taten sich immer mehr Verwechslungsmöglichkeiten auf.

Zeit ist Zeit

Zeit ist das einzig wirklich Wertvolle in unserem Leben. Spätestens im ersten Lockdown in der Corona-Pandemie haben viele Menschen schmerzlich erfahren müssen, wie unbezahlbar die Möglichkeit ist, sich ausgiebig seinen Liebsten widmen zu können.

Ich selbst habe mir die Zeit nehmen dürfen, mir meine Pflanzenkenntnis über Jahre (eigentlich schon Jahrzehnte) aneignen zu können und bin meinen Eltern unendlich dankbar für diese Möglichkeit.

Es hätte aber auch gerne schneller gehen können.

Und hier kommst du ins Spiel: Du kannst nämlich von meinem Wissen und meinen Erfahrungen profitieren und dir somit eine Menge Zeit sparen. Wenn du wissen willst, wie, dann klicke hier.

Mit Sicherheit zu einem naturverbundenen Leben!

In meiner Küche wurde ja schon immer viel gerührt und gepanscht. Trotzdem entdecke ich immer wieder neue Möglichkeiten, wie sich Pflanzen verarbeiten und in den Alltag einbauen lassen.

Ob Auszüge, Ansätze, Fermente, Tees, Pulver, Kapseln, Salben, Cremen - es wird einfach nie langweilig. Und die Vorratsschränke und Fensterbretter platzen aus allen Nähten.

Mein Freund über mich: „Es stehen einfach überall Gläschen herum, von denen ich nie weiß, ob der Inhalt lecker ist oder mich umgringt."

Nun ja, an dieser Stelle kommt die Verantwortung ins Spiel.

Am Ende bleibt der Spaß!

Selbst nach so langer Zeit tauchen bei mir noch immer regelmäßig neue Aha-Erlebnisse auf: "Was, diese Pflanze kann ich verwenden?" Oft ist es das vermeintlich banale Grünzeug, das mich überrascht und mir auf einmal sein immenses Potenzial offenbart. Neugirig bleiben und die Augen offen halten ist die Devise.

Und spätestens im Frühjahr wird meine Küche wieder zum kompletten Schlachtfeld. "Wenn nicht alles dreckig ist, macht es keinen Spaß." Aber es ist ja für einen guten Zweck: Zum Schmausen und Vitamine tanken. Da tun sich laufend neue kulinarische Genüsse auf...

Also, worauf wartest du noch?

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