Löwenzahnhonig

Eine selbstgemachte und vegane Alternative zum Honig ist der „Löwenzahnhonig“. Ein bisschen Muße zum Sammeln und Verarbeiten braucht es schon aber im Endeffekt ist die Herstellung recht einfach.

Das brauchst du

  • 3 handvoll Löwenzahnblüten
  • 1kg Zucker
  • 1L Wasser
  • 1 unbehandelte Zitrone
Löwenzahnblüte

So einfach geht's

Aaaalsooo, wenn du motiviert bist, zupfst du erst einmal die gelben Einzelblüten aus den grünen Hüllblättern heraus. Wenn du das Grüne weggibst, wird der Geschmack des Sirups feiner. Solltest du dazu keine Lust haben, kannst du auch einfach die ganzen Blütenkörbchen nehmen.

Jedenfalls übergießt du die Blüten mit kochendem Wasser. Das Ganze lässt du über Nacht stehen, seihst es am nächsten Tag ab und drückst die Reste gut aus.

In der Flüssigkeit löst du dann den Zucker gut auf und gibst gegebenenfalls die in Scheiben geschnittene Zitrone hinzu. Das Gemisch lässt du bei mittlerer Hitze eindicken, das kann mehrere Stunden dauern. Achte darauf, dass es nicht zu kochen beginnt.

Sobald der Löwenzahnhonig die gewünschte Konsistenz erreicht hat, fülle ihn noch heiß in Gläser ab. Und fertig!

Ist Löwenzahnhonig eine echte Alternative zum Bienenhonig?

Na ja, die Antwort lautet jein. Beim „Löwenzahnhonig“ handelt es sich eigentlich um einen Sirup. Wenn du also einen Honig für medizinische Zwecke wie z.B. Oxymel benötigst, muss dir klar sein, dass der selbst hergestellte Sirup nicht die gleiche Wirkung hat und deshalb auch nicht als gleichwertig betrachtet werden kann.

Als Brotaufstrich oder Süßungsmittel kannst du ihn aber genauso verwenden. Je nachdem, wie lange du ihn eindicken lässt, lässt sich seine Konsistenz beeinflussen und du kannst so entscheiden, ob er eher flüssig oder fest sein soll.

Löwenzahn Samen

Was kann bei der Herstellung alles schiefgehen?

Während dem Einkochen ist der Sirup extrem heiß. Pass bitte unbedingt gut auf beim Kosten und Umfüllen, damit du dich nicht verbrennst.

Es gibt einen Moment, an dem die Flüssigkeit zu sprudeln und hochzusteigen beginnt. Nimm auf jeden Fall einen Topf, der groß genug ist und bleib in der Nähe.

Wenn die Mischung zu heiß wird bzw. zu lange eindickt, wird sie dunkelbraun, zäh und schmeckt recht herb. Das macht den Löwenzahnhonig nicht unbedingt schlechter aber man muss es halt so mögen.

Ist Zitrone als Zutat wirklich wichtig?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Sirup haltbarer zu machen. Eine davon ist die Zugabe von Zitrone oder Zitronensäure. Das Erhitzen und der hohe Zuckeranteil haben ebenfalls einen positiven Effekt auf die Haltbarkeit.

Wenn du noch zusätzlich darauf achtest, dass deine Gläser sauber und am besten ausgekocht sind, dann ist die Verwendung von Zitrone prinzipiell nicht notwendig. Geschmacklich ist sie doch recht dominant und überdeckt das zarte Aroma der Löwenzahnblüten. Bis dato hatte ich noch keine Probleme, wenn ich sie weggelassen habe.

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Was kann man außer Löwenzahnblüten sonst noch verwenden?

Im Prinzip kannst du alle essbaren Blüten auf diese Art verarbeiten. Solltest du allerdings auch deren Farbe erhalten wollen, ist das Einkochen nicht die geeignete Methode. da der Sirup durch das Einkochen immer eine mehr oder weniger bräunliche Färbung bekommt.

Ansonsten kannst du auch Spitzwegerichblätter oder die Wipfel von essbaren Nadelbäumen verwenden. Sei dir nur unbedingt sicher, dass es sich um keine Eibe handelt.

Natürlich kannst du auch nach Lust und Laune verschiedene Mischungen kreieren. Also, jetzt steht dem eigenen Löwenzahnhonig nichts mehr im Wege! Viel Spaß beim Einkochen!

... und ihre giftigen Doppelgänger.
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